Es ist jedes Jahr wieder ein besonderes Erlebnis, beim Radklassiker Eschborn-Frankfurt als Handbiker am Start zu stehen – so auch 2025. Am 1. Mai wurde Frankfurt wieder zum Treffpunkt für alle, die den Radsport lieben: Über 10.000 Teilnehmende machten die ausgebuchte ADAC-Velotour bei besten Wetterbedingungen zu einem beeindruckenden Event. Strahlender Sonnenschein und nahezu windstille Bedingungen sorgten für einen perfekten Renntag auf der rund 40 km langen, abwechslungsreichen Strecke durch die Frankfurter Innenstadt und den vorderen Taunus.
Erstmals gab es in diesem Jahr einen neuen Treffpunkt am H+ Hotel. Dort konnten die Handbiker bereits am Vorabend einchecken – mit einem eigens reservierten Kontingent und vergünstigten Konditionen. So stand einer erholsamen Nacht und einem reichhaltigen Frühstück nichts im Wege. Ein herzliches Dankeschön für dieses tolle Angebot – der perfekte Start in den Renntag!
Vom adViva Handbike Team gingen dieses Jahr Jürgen Döringer, Kerstin Abele, Waldemar Pidde und Anne Vosgerau an den Start. Julia Dierkesmann und Daniel Ulmann waren beim Weltcup in Belgien im Einsatz.
Jürgen Döringer zeigte nach schwieriger Vorbereitung eine starke Leistung und konnte sich im Rennverlauf in einer Verfolgergruppe behaupten. Auch an den Steigungen hielt er souverän mit und nutzte die letzten leicht abschüssigen Kilometer geschickt für einen erfolgreichen Zielsprint. Am Ende belegte er einen hervorragenden dritten Platz in der Gesamtwertung – ein Ergebnis, mit dem er vor dem Rennen nicht unbedingt gerechnet hatte.
Kerstin Abele absolvierte das Rennen weitgehend allein, konnte dabei jedoch auf die zuverlässige Unterstützung ihres Rad-Guides Tobi zählen, der sie sicher durch das dichte Fahrerfeld lotste, auf Kurven und Gefahrenstellen hinwies und sie bestmöglich abschirmte. Die beiden harmonierten bestens, und Kerstin war im Ziel überglücklich: Mit fünf Minuten schnellerer Zeit als bei ihrem bisherigen Bestwert 2021 stellte sie eine neue persönliche Bestzeit auf – ein starkes Rennen mit verdientem Erfolg.
Waldemar Pidde zeigte sich ebenfalls sehr zufrieden mit seinem Rennen. Gemeinsam mit Anne Vosgerau bildete er über weite Strecken eine Zweiergruppe, in der sie sich in der Führungsarbeit abwechselten und sich gegenseitig motivierten. Das konstante Tempo und die gute Zusammenarbeit sorgten für eine positive Renndynamik, bei der auch der Spaß nicht zu kurz kam. Anne konnte sich dabei im Vergleich zum Vorjahr um ganze elf Minuten steigern und gewann souverän die Frauenklasse – ein starkes Ergebnis und ein weiteres Highlight für das adViva Handbike Team
Die NHC-Siegerehrung fand nach dem Rennen im Innenhof des H+ Hotels statt, ehe die drei Erstplatzierten der Männer- und Frauenwertung nochmals auf der ADAC-Tribüne geehrt wurden – inklusive toller Preise und einer großartigen Atmosphäre.
Ein großes Dankeschön gilt wie immer Wolfgang Urban und seinem ehrenamtlichen Organisationsteam, das uns mit viel Engagement, Erfahrung und Herzblut einen großartigen Renntag ermöglicht hat. Alles war bestens vorbereitet und durchdacht – von der Vorbereitung und Anreise bis zur Betreuung vor Ort. Vielen Dank für Euren Einsatz – wir freuen uns schon auf das nächste Jahr!
Das nächste Rennen der NHC-Serie steht bereits vor der Tür: Am 17. Mai geht es weiter beim Black Forest Cup in Zell am Harmersbach.
06.05.2025
Kerstin war als einzige Fahrerin des adViva Handbiketeams beim Halbmarathon in Berlin am Start und erlebte Unglaubliches - aber lest selbst!
Nach einer langen Anreise am Freitag und Abholung der Startunterlagen auf der Messe wurde der Samstag zur Regeneration und Vorbereitung des Handbikes genutzt.
Kerstin hatte ihr Hotel so gewählt, dass sie mit dem Handbike zum Start fahren konnte. Am Sonntagfrüh auf dem Weg zur Hotel-Tiefgarage nahm sie die Einfahrt in den Aufzug zu schwungvoll und der Schlüsselbund rutschte ihr von den Beinen. Fassungslos musste sie zusehen, wie dieser samt Autoschlüssel im Türspalt des Aufzugs und damit im Aufzugschacht verschwand – 90 min vor dem Start und das Handbike stand im verschlossenen Auto!
Nach einem Schockmoment rollte Kerstin an die Rezeption und schilderte ihr Missgeschick. Es wurde eine Aufzugfirma kontaktiert, aber leider stellte sich bald heraus, dass es keine schnelle Lösung geben würde. Am Sonntag einen Aufzugmechaniker zu finden, erwies sich fast als Sache der Unmöglichkeit, noch dazu waren durch den Halbmarathon einige Straßen und Zufahrten in der Stadt gesperrt.
So gab es nur noch eine Hoffnung: den ADAC - und dieser nahm sich der Sache mit oberster Priorität an! Nico Graupner, ein junger motivierter „Engel in Gelb“, auch er konnte wegen der Straßensperrung seinen Wagen nicht bis ans Hotel fahren. Kurzerhand nahm er das notwendige Werkzeug unter die Arme und joggte die letzten 300 m. „Ich war so unglaublich erleichtert, als ich ihn auf das Hotel zukommen sah“ – gemeinsam ging es dann sofort in die Tiefgarage. Graupner blieb cool, knackte in nur 10 Minuten routiniert das Auto – jetzt waren es noch 25 Minuten bis zum Startschuss.
Kerstin schraubte in Windeseile die Räder und den Auffahrschutz an, alles andere hatte sie schon am Samstag vorbereitet. Der ADAC-Engel tapte dann noch ihre Füße fest, Kopfsteinpflaster und Straßenbahnschienen waren auf der Strecke angesagt. Dann noch einen Schubs aus der Tiefgarage und es gab von Kerstin ein sehr dankbares Tschüüüüß zum Abschied.
Mit 170 Puls ging es bei Wind und Kälte im Maximaltempo zum Start, die ganze Aufregung saß immer noch in den Knochen – doch es reichte, Kerstin kam rechtzeitig an und konnte das Rennen aufnehmen.
Direkt nach der Zieleinfahrt wurde sie von Offiziellen empfangen und erfuhr von ihrem zweiten Platz in einer Zeit von 56.07 min und wurde zur Dopingkontrolle aufgefordert. „Auch das noch“ – war ihr erster Gedanke.
Im Schritttempo ging es mit der ihr zur Seite gestellten Begleiterin ins Motel One am Tiergarten zurück, um in den Rolli überzusetzen. Der Autoschlüssel lag immer noch im Aufzugschacht, also blieb als einziges Transportmittel ein Taxi. Nur war leider keines zu bekommen!
Kerstin ging mit der Doping-Begleiterin zur nächsten Straßenkreuzung - diese wurde von zwei Polizisten gesichert - und bat um Hilfe. Einer der Beamten stoppte kurzerhand ein Taxi und da der Fahrer zufällig keine Fahrt gebucht hatte, konnte er sie zur Dopingkontrolle ins Hotel Titanic fahren. Nach zwei Stunden war auch das erledigt und Kerstin wurde von einem Shuttle des SCC Berlin in ihr Hotel zurück gebracht.
Da der Autoschlüssel noch nicht geborgen war, blieb der Sportlerin aus Hüttlingen nichts anderes übrig, als ungeplant noch eine Nacht im Hotel dran zu hängen. Als sie sich am nächsten Morgen bei der Rezeption erkundigte, ob die Aufzugfirma schon da war, wurde ihr lächelnd der abgestürzte Schlüsselbund ausgehändigt – der Haustechniker hatte den Schlüssel geborgen, obwohl er es aus Sicherheitsgründen eigentlich gar nicht durfte. „Ich habe Rotz und Wasser geheult, als ich meinen Schlüssel in den Händen hielt, da ist die ganze Anspannung abgefallen. Und der Haustechniker hat mir eine Menge Geld gespart, die Aufzugsfirma hätte mit 500-600 Euro zu Buche geschlagen, das wäre an mir hängen geblieben, ich war ja selbst schuld.“
Eine weitere Freude war, dass das Hotel für die zusätzliche Nacht nichts verlangte, die bekam die Handbikerin geschenkt! „Trotz dieser emotionalen Achterbahnfahrt habe ich in kurzer Zeit so unglaublich viel Unterstützung bekommen, das ganze Rezeptionsteam hat mit mir gelitten und ich bekam viel Zuspruch, ADAC-Mitarbeiter und Polizist waren super und, und, und……Ein Wochenende, das ich bestimmt nicht vergessen werde!“
18.04.2025
- Perfekte Bedingungen für intensives Training
Sonne, Wind und anspruchsvolle Strecken – das adViva Handbiketeam nutzte auch in diesem Jahr die idealen Gegebenheiten auf Lanzarote, um sich auf die kommende Saison vorzubereiten. Zwischen Anfang und Ende Februar absolvierten die Teilnehmer zahlreiche Trainingskilometer, verbesserten ihre Form und genossen das besondere Klima der Insel.
- Unsere Teilnehmer und Unterkünfte
Mit dabei waren Teamchef Torsten, Julia, Anne und Daniel, die im H10 Timanfaya Palace Hotel untergebracht waren, während Kerstin und Waldemar im Lanzasur wohnten. Alle Teilnehmer verbrachten zwischen zwei und drei Wochen auf der Insel und konnten so ein intensives Training absolvieren.
- Training unter herausfordernden Bedingungen
Ob lange Anstiege, schnelle Abfahrten oder der teils starke Wind – Lanzarote stellte das Team täglich vor neue Herausforderungen. Die abwechslungsreichen Strecken verlangten Kraft, Ausdauer und taktisches Geschick. Auch wenn kein offizielles Rennen stattfand, wurden gemeinsame Ausfahrten organisiert, bei denen sich die Teilnehmer gegenseitig motivierten und ihre Form weiter verbesserten.
- Gemeinschaft und Teamgeist
Neben den sportlichen Herausforderungen kam auch der Teamgeist nicht zu kurz. Das Trainingslager bot die Möglichkeit, sich auszutauschen, voneinander zu lernen und gemeinsam neue Strecken zu erkunden. Die Kombination aus intensivem Training und entspannter Atmosphäre machte die Zeit auf Lanzarote zu einem unvergesslichen Erlebnis.
- Dank an unsere Unterstützer
Ein großes Dankeschön gilt unseren Sponsoren und Unterstützern, die dieses Trainingslager ermöglicht haben. Ohne ihre Unterstützung wären solche intensiven Vorbereitungen nicht realisierbar.
Ein weiterer Dank geht an Jose Angel vom Hotel Timanfaya Palace, das uns optimale Bedingungen für unser Trainingslager geboten hat.
- Fazit: Starke Leistung und wertvolle Erfahrungen
Mit gestärkter Fitness, neuen Erkenntnissen und vielen schönen Erinnerungen kehrte das Team nach Hause zurück. Lanzarote hat sich erneut als perfekte Trainingsdestination erwiesen und die Vorfreude auf die kommenden Wettkämpfe ist bereits riesig!
06.03.2025