Was waren das für schreckliche Wetterprognosen. Donnerstag trafen wir uns zum Handbike-Wochenende in der Manfred-Sauer-Stiftung in Lobbach. Irgendwie stand das unter keinen so guten Vorzeichen. Die Hälfte der Teilnehmer hatte schon krankheitsbedingt abgesagt: Harter Tribut an die Achterbahnfahrt des Wetters im Vorfeld. Und Donnerstag gaben wir dann auch erstmal klein bei. Wir haben die erste Runde regenbedingt abgesagt und den persönlichen Austausch auf das Abendessen vertagt.
Freitag sahen die Prognosen auch noch nicht so gut aus. Eigentlich wollten wir nach Heidelberg. Dann entschieden wir uns aber für eine Kraichgaurunde. Und war das genial: mit Regenradar und Blick über die Hügel des Kraichgaus gelang uns eine Runde „follow the sun“ mit Abschlusskaffee in der Sonne. Der Blick pendelte vom Handy zum Himmel und zurück. Wir genossen die Sonne und litten nicht so unter den 12°C bei viel Sonne und keinem Tropfen Regen.
Samstag gleiches Bild. Wir sagten schweren Herzens am Wanderziel Schönbrunn ab und fuhren nur eine kleine Runde nach Eberbach. Aber was war das? Top Timing: Erst hatten wir einen Platten und als es dann regnete, waren wir im Wald bei Igelsbach und blieben vollständig trocken. In Eberbach ertönten dann bei Eis und Kaffee zum Eberbacher Frühling tolle Liveklänge: It never rains in southern California und Here comes the sun.Wir wurden mutig und fuhren über Zwingenbergerhof hoch Richtung Neunkirchen und zurück in die Stiftung. Kein Tropfen Regen. Es war nur kalt, aber geil.
Sonntag wurde das Wetter endlich besser und eine kleine Gruppe traute sich nochmal auf eine Tour. Endlich in der Sonne und die Temperaturen kamen der Laune auch nach. Das Durchhalten hat sich wirklich gelohnt: Sonnenschein, gutes Essen noch bessere Laune und wieder ganz viel Spaß mit Freunden.
Wir freuen uns schon auf die Touren im Sommer.
06.06.2026
Nur eine Woche nach dem Bodensee ging es für uns direkt weiter zum nächsten NHC-Rennen nach Stuttgart – diesmal stand ein Halbmarathon auf dem
Programm.
Für unser adViva Handbiketeam gingen Kerstin, Jürgen und Julia an den Start. Wie immer wurde vom ersten Meter an ordentlich Druck gemacht und die Spitzengruppe war
schnell weg. Jürgen hing mit Bernd, Jörg und Lukas in der Verfolgergruppe fest – bis Lukas ihm nach 11 Kilometern kurzerhand den Auffahrschutz neu designte. Zum Glück konnte ein Streckenposten das Teil wieder geradebiegen und Jürgen kämpfte sich tatsächlich zurück in die Gruppe.
Kurz vor dem Ziel wurde es dann legendär: Das „Spendentor“ hielten wir Handbiker einfach für die Ziellinie. Jürgen fuhr
als Erster drüber, alle rollten entspannt aus … nur blöd, dass das echte Ziel noch etwa 50 Meter weiter hinten war. Die Zeitmessung erklärte Jürgen am
Ende trotzdem zu Platz 4 gesamt und Platz 3 in der MH3-Klasse – Technik gewinnt eben manchmal doch.
Kerstin kämpfte sich trotz der giftigen Steigungen stark durchs Rennen und war froh, ordentlich durchgekommen zu sein.
Julia machte das Rennen nach frühem Gruppenverlust kurzerhand zum Einzelzeitfahren – inklusive spontaner Streckenführung, orientierungsloser Streckenposten,
Fußgängerslalom, Gegenverkehr und kleinem Hund mit XXL-Leine. Die Ideallinie? Eher optional.
Am Ende kamen aber alle heil ins Ziel – oder zumindest über irgendeine der gefühlt drei Ziellinien.
Sportlich lief es top: Julia holte erneut den Sieg bei den Frauen und Kerstin fuhr auf Platz 2.
Besonders schön: Dank mobilem Plattformlifter konnte die Siegerehrung endlich wieder komplett auf der Bühne stattfinden.
21.05.2026
Rad & Roll, die internationale und inklusive Sportveranstaltung, findet seit 2017 auf einer gemeinsamen Plattform von Vereinen, die rund um den Bodensee angesiedelt sind, statt. Mit viel Herzblut und Engagement sind Verantwortliche und sämtliche Helfer beteiligt! Alle, die Sport auf Rädern oder Rollen betreiben, sind willkommen – genauso wie die querschnittgelähmten und amputierten Sportler mit ihren Handbikes und gehörlose Radsportler.
Die Veranstaltung begann am Samstag, den 9. Mai mit einem Einzelzeitfahren in Tettnang-Hagenbuchen. Die Sonne grüßte uns vom Himmel und wir freuten uns auf 2 Runden über die schöne Zeitfahrstrecke durch den Wald.
Es war eine große Freude, Frank Hüttenberger nach vier Jahren Rennabstinenz wieder an der Startlinie zu sehen. Das Einzelzeitfahren bot eine gute Gelegenheit für den Wiedereinstieg. Frank konnte sein Tempo über beide Runden halten und am Ende Platz 4 in der Klasse H4 belegen.
Jürgen Döringer war sehr zufrieden mit seiner Leistung, mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 38,5 km/h raste er durch den Wald und verfehlte den Tagessieg nur um knappe 10 Sekunden, diese 10 Sekunden war H4-Fahrer Elmar Sternath schneller – in der Klasse H3 war es für Jürgen aber ein souveräner erster Platz.
Julia Dierkesmann kann aus familiären und gesundheitlichen Gründen derzeit nicht weit voraus planen, es klappte aber mit einem kurzfristigen Start am Bodensee. Auch sie war sehr zufrieden mit ihrer Leistung im Zeitfahren, sie hatte eine gute Renneinteilung und konnte die Wattwerte oben halten. Nach einem schnellen Rennen fuhr sie mit deutlichem Vorsprung auf Teamkollegin Kerstin Abele ins Ziel. Für Kerstin war es nach einer noch nicht ganz auskurierten Schulterverletzung ein vorsichtiges herantasten, das Ergebnis war zweitrangig.
Weiter ging es am Sonntag um die Mittagszeit mit dem Rundenrennen in Friedrichshafen-Ettenkirch. Treffpunkt war für die Handbiker die Ludwig-Roos-Halle, hier standen Parkplätze, eine behindertengerechte Toilette und Verpflegung verschiedenster Art zur Verfügung. Auf der 1,7 km langen Runde kamen wie gewohnt alle an der Steigung – die entsprechend oft zu fahren war – ins Schwitzen.
Jürgen ging das Rundenrennen taktisch falsch an, er musste mehrfach Lücken zufahren und hatte beim Zeitfahren tags zuvor doch mehr Körner liegen lassen als gedacht. Ab der Hälfte des Rennens konnte er das Tempo an der Steigung nicht mehr mitgehen, konnte aber mit dem 2. Platz in der MH3 das gelbe Trikot des NHC-Führenden verteidigen.
Julia ging mit dem Plan ins Rennen, an den Jungs dran zu bleiben und den Windschatten zu nutzen. Aber da waren gleich nach dem Start die Wattwerte doch zu hoch, sie musste abreißen lassen und die gesamten 15 Runden alleine fahren. Es war ein gutes Rennen für sie, die Rundenzeiten konnte sie annähernd gleich halten, was bei diesem Kurs nicht einfach ist. Und so war es für Julia wieder der 1. Rang in der Frauenwertung und sie durfte sich das gelbe Trikot überziehen.
Für Kerstin war es wichtig, die 45min + eine Runde möglichst schmerzfrei durchzustehen, deshalb ging sie das Rennen moderat an – mit dem zweiten Platz konnte sie wichtige Punkte für die Gesamtwertung sammeln.
Nach der Siegerehrung in der Ludwig-Roos Halle und einer Stärkung machten sich dann alle auf die teilweise langen Heimwege.
18.05.2026
Mit dem traditionsreichen Radklassiker Eschborn-Frankfurt (ehemals Rund um den Henniger-Turm) ist die NHC-Serie wie in den vergangenen Jahren in die neue Saison gestartet.
Die Beteiligung im Handbike-Feld fiel mit lediglich 12 Startern jedoch überschaubar aus, was dem parallel stattfindenden Weltcup in Belgien und verletzungsbedingten Absagen geschuldet sein dürftet. Eine größere Resonanz hätte die Veranstaltung zweifellos verdient.
So kam es dann auch, dass Jürgen Döringer als einziger Starter des adViva Handbike Teams am Start war. Vom neuen Start-/Zielbereich aus führte die 40,5 km lange Strecke durch die Häuserschluchten Frankfurts und in den vorderen Taunus.
Eine fünfköpfige Spitzengruppe setzte sich rasch vom Feld ab und arbeitete gut zusammen. Erst am langen Anstieg nach Oberursel fiel die Entscheidung. Elmar Sternath forcierte das Tempo und konnte sich entscheidend absetzen. Auch Jürgen konnte sich von der Gruppe distanzieren, es reichte allerdings nicht mehr an Elmar heranzufahren. Mit einem zweiten Platz im Gesamtklassement sowie dem Sieg in seiner MH3-Klasse war er natürlich sehr zufrieden.
Ein ganz besonderer Dank gilt wie in jedem Jahr Wolfgang Urban und seinem Team für die hervorragende Betreuung.
Bereits am kommenden Wochenende geht es in Tettnang mit einem Zeitfahren und Straßenrennen in der NHC-Rennserie weiter.
05.05.2026
April 2026 - letzte Leistungsdiagnostik vor den Weltcup-Rennen in Belgien und Italien.
Es ist jedes Mal aufs Neue ein gutes Gefühl zu sehen, dass immer noch ein bisschen mehr geht. Genau das motiviert, weiter dranzubleiben und an den kleinen Stellschrauben zu arbeiten. Jetzt heißt es: Fokus auf die letzten Wochen, das Beste aus jedem Training herausholen um optimal vorbereitet an den Start zu gehen.
17.04.2026
"Alle Jahre wieder"...
Genauso sicher wie der Heilige Abend auf den 24. Dezember fällt, ist das Trainingslager des adViva Handbiketeams im Januar/Februar auf Lanzarote gesetzt. Mit dabei waren die Rennbiker Julia Dierkesmann, Daniel Ullman, Anne Vosgerau und Kerstin Abele. Die Mountainbiker werden im Sommer die Gegend rund um den Kalterer See unsicher machen.
In den ersten Tagen war das Wetter etwas kühl und wechselhaft, aber dann konnten die Trainingseinheiten bei besten Bedingungen absolviert werden. Was für eine Freude, bei Sonnenschein und Temperaturen um die 20 Grad unterwegs zu sein, während die Heimat von trüben Tagen, Schnee und Kälte geplagt war – da war der Spaß für uns noch größer!
Am 13. Februar fand im Hotel Timanfaya Palace die Trainingscamp-Abschlussparty statt. Chef José Angel hatte die Sportler eingeladen und auch die Handbiker vom Club Lanzasur waren willkommen.
In einer sehr entspannten Atmospähre fand bei leckeren Häppchen und Getränken ein lockerer, interessanter Austausch über Wattzahlen, Trainings- und Wettkampfziele, Ernährung usw. statt – dazu gab es noch eine Tombola mit wertvollen Preisen - herzlichen Dank an José! Julia konnte bei der Party leider nicht dabei sein, sie musste wegen eines Todesfalls in der Familie kurzfristig für ein paar Tage nach Hause fliegen.
Danach gab es einige sehr windige Tage mit Böen bis zu 80 km/h – da hieß es für die adViva Handbiker die volle Konzentration auf der Strecke und das Handbike unter Kontrolle zu haben. Aber da wir vier alle schon mehrfach auf der Insel trainierten, war das kein Problem und die Trainingsstrecken wurden ggf. der Windrichtung angepasst :-)
Die letzten Tage waren phänomenal, wir hatten teilweise 25-26 Grad und so fiel der Abschied von der Insel besonders schwer. Wir freuen uns auf 2027 – „alle Jahre wieder….“
Persönliches Fazit:
Daniel:
„Auch in diesem Jahr hatte ich wieder viel Spaß auf Lanzarote. Besonders schön finde ich, dass sich hier Handbiker aus vielen verschiedenen Ländern treffen und gemeinsame Touren fahren können. Eine ganz besondere Tour war in diesem Jahr die Fahrt einmal über die gesamte Insel Lanzarote: 165 Kilometer mit rund 2000 Höhenmetern – zusammen mit einem Bike-Kollegen aus Dänemark.
Julia:
Nach längerer Krankheit bin ich hier wieder eingestiegen. Die ersten Tage waren sehr schwer für mich, langsam aber sicher fühle ich mich aber wieder besser auf dem Bike und kann auch wieder längere Touren fahren. Der Anfang ist gemacht, es wird aber noch ein langer Weg werden.
Kerstin:
Die erhofften Kilometer konnte ich leider nicht erreichen, Schulterschmerzen ließen längere Trainingsfahrten nicht zu. Mit den Teamkollegen zusammen war es für mich trotzdem eine fantastische Zeit auf der Insel und in Sachen Bräune konnte ich mich auf jeden Fall in die erste Startreihe bringen.
Anne:
Das Trainingslager war für mich wieder eine perfekte Mischung aus intensiven Einheiten und guten Gesprächen. Das neue Bike läuft und passt noch besser als erwartet und ich habe richtig viel Spaß am Kilometer sammeln! Selbst die sonst auf Lanzarote üblichen müden Arme oder Muskelkater blieben aus. Ich nehme viele gute Trainingskilometer und eine große Motivation für die kommende Saison mit.
Von uns vier ein ganz herzliches Dankeschön an unser Teamleitung für die Unterstützung!!!!
03.03.2026
Das adViva Handbiketeam trauert. Uns erreicht die schreckliche Nachricht, dass unser Teammitglied und Pionier des Handbikesports Hartmut Goldapp nach kurzer, schwerer Krankheit verstorben ist. Unsere Gedanken sind in diesen schweren Stunden bei seiner Familie und seinen Angehörigen. Ruhe in Frieden, lieber Hartmut.
17.12.2025
Das letzte NHC-Rennen der Saison 2025 wurde im Rahmen des Einstein-Marathons als Häussler-Handbike-Halbmarathon am 28. September in Ulm ausgetragen, gleichzeitig wurde dieses Rennen als Baden-Württembergische Meisterschaft gewertet.
Bei Nieselregen und 10 Grad waren wir dieses Mal besonders froh über die Tiefgarage mitten in Ulm – wie immer waren genügend Parkplätze für die Handbiker reserviert. Zusammen ging es zum Startbereich an der Messe, wo die Straße bis zum Start um 8.40 Uhr zum Aufwärmen genutzt werden konnte.
Schon beim Warmfahren bemerkte Anne Vosgerau, dass sie nicht ganz auf der Höhe war – die drei Marathons im September steckten ihr noch in den Armen. Gleich beim Start hatte sie zudem Pech, die Kette rutschte auf das kleinere Ritzel, wodurch sie den Anschluss verlor und zunächst einige Zeit alleine unterwegs war. Im weiteren Verlauf schloss eine Vierergruppe von hinten auf, mit der sie dann ein gutes Rennen fahren konnte. Mit regelmäßigen Führungswechseln arbeitete sich die Gruppe durch die Straßen und am Ende wurde Anne mit dem 1. Platz in der Damenwertung belohnt. Gleichzeitig konnte sie ihren Titel in der NHC-Gesamtwertung erfolgreich verteidigen.
Kerstin Abele war bis zu einer Baustelle mit „Fußgänger“ Lars Großheinrich-Saniewski unterwegs. An dieser Baustelle stand sie zu lange auf der Bremse und konnte das entstandene Loch nicht mehr zufahren, die restlichen 10 Kilometer war sie alleine unterwegs. Im Ziel war es der 2. Platz in der Damenwertung und der Titel der Baden-Württembergischen Meisterin.
Daniel Ulmann gelang ein sehr guter Start, er konnte ein hohes Tempo anschlagen und sich mit einem weiteren Fahrer früh vom Hauptfeld absetzen. Die intensive Rennsaison machte sich jedoch bei Daniel ab der Hälfte der Distanz bemerkbar, die Kräfte waren weitgehend aufgebraucht, was eine Reduzierung des Tempos zur Folge hatte. Die letzten 10 km musste er alleine absolvieren und es gelang ihm, trotz schwindender Energie den 2. Platz ins Ziel zu bringen. Für Daniel war es ein rundum gelungener Abschluss einer ereignisreichen Saison.
Jürgen Döringer konnte sich bis 4 km vor dem Ziel in der ersten Verfolgergruppe halten. Dann verließ ihn das Glück, durch einen Platten am Vorderrad musste er die Gruppe ziehen lassen. Jürgen kämpfte sich mit dem platten Rad ins Ziel und erreichte noch den 8. Rang – schade, dass eine gute Saison für ihn so zu Ende ging.
Die Siegerehrung fand auf dem Münsterplatz statt, wie immer wurden alle Handbiker auf die Bühne geholt und mit viel Applaus bedacht. Anschließend ging es in eine Pizzeria ganz in der Nähe, dort wurden die Sieger und Platzierten der einzelnen Klassen, die Gesamtwertung des NHC und die Baden-Württembergische Meisterschaft geehrt.
Ein herzliches Dankeschön für die Einladung zum Essen an das Sanitätshaus Häussler, es war wie immer eine hervorragende Organisation und Durchführung des Saisonabschlusses. In entspannter Runde gab es gute Gespräche und somit eine rundum gelungene Veranstaltung.
11.10.2025
Von Donnerstag bis Sonntag trafen sich befreundete Handbiker in der Manfred-Sauer-Stiftung mit ihren Freunden vom adViva Handbike Team. Wir verbrachten gemeinsam ein paar wunderschöne Tage zwischen Kraichgau und Odenwald. Das Wetter grüßte schon mit ersten Herbstnoten am Morgen, sodass wir morgens gerne später losfuhren.
Donnerstag passte das wunderbar mit der Anreise am Morgen. Das war ganz geschickt, da es dann nicht mehr regnete und schon warm wurde. Als erstes fuhren wir in die Feste Dilsberg, um uns mit leckeren Zimtschnecken einzudecken, um sie am Eichendorff Gedenkstein unterhalb des Schwalbennests zu genießen. Gut gestärkt nahmen wir den Weg hoch zum Münchel in Angriff, auf den alten Paß von Schönau nach Heidelberg. Nach rasanter Abfahrt ging es neckaraufwärts nach Neckarhausen. Unser Highlight der Tour: Wir setzten mit der Fähre über. Für mich ist das immer ein Ultrakurzurlaub: Motorknattern, Sonne, Neckar, Wind und plötzlich sind wir im Neckarhäuserhof. Zurück in der Stiftung, ließen wir den Tag mit einem gemeinsamen Abendessen ausklingen.
Freitag herrschte Optimismus, dass es nicht regnen würde. Wir fuhren schon später los. Auf den ersten Metern zählten wir noch die Regentropfen. Doch dann kam ein ordentlicher Schauer durch. Am alten Sportplatz in Reichartshausen fand ein Teil der Gruppe Unterschlupf, der andere Teil erwartete uns in der Garage des adViva Handbike Teams, unserem vereinbarten Treffpunkt. Ok, wir wollten uns davor treffen. Dann fuhren wir auf neuem Weg nach Sinsheim zur Burg Steinsberg. Das Wetter hatte sich sensationell entwickelt. Bei etwas Wind und viel Sonne genossen wir den Ausblick nach Norden in den Odenwald. Gefühlt war es dann doch ein Sommertag, bei dem uns die Sonne die Heimfahrt versüßte.
Samstag, der vorletzte Tag eines überraschend sonnigen Wochenendes, war angebrochen. Wir fuhren über Schönbrunn nach Pleutersbach runter und dann neckaraufwärts nach Eberbach. Dort ging es über die Brücke und durch den Ort auf den Radweg oberhalb der Itter zur Antonslust. Entlang des Höllbachs ging es romantischem Sträßchen bergan nach Oberhöllgrund zum Landgasthaus zur Mühle. Unser Ziel des Tages erfreute uns mit leckerer Stärkung in der Sonne. Nachdem wir ausgiebig das Landidyll genossen hatten, ging es wieder zurück. Vor Eberbach fuhren wir noch am Oberwasserkanal entlang und dann durch die Altstadt, über die Brücke und neckarabwärts nach Pleutersbach. Diesmal ging es über Allemühl hoch nach Haag und zurück in die Manfred-Sauer-Stiftung.
Am letzten Tag fuhren wir über den Neckarhäuserhof nach Hirschhorn. In der Altstadt komplettierte sich das Feld, bevor es steil bergauf zum Schloss ging. Wir nahmen den Weg am jüdischen Friedhof vorbei hoch nach Rothenberg. Ein langer anstrengender Anstieg durch den Wald. Am Forellenteich in Finkenbach stärkten wir uns bei Forellen und Würstchen. Ja, die gab es glücklicherweise auch. Da in Finkenbach die Straße gesperrt ist, genossen wir eine schöne Abfahrt durch das Finkenbachtal nach Hirschhorn. Dann ging es zurück über die Sotten in die Stiftung. Eine fast traditionelle Rückkehr aus dem Neckartal. Bei einem entspannten Kaffee oder Radler ließen wir das schöne Wochenende ausklingen. Gefühlt hatten wir mehr Sonnenstunden denn Regentropfen, mehr Spätsommer als Frühherbst und etwas Glück auf der Straße.
Auf nächstes Jahr: Der Odenwald ruft. Wir freuen uns jetzt schon darauf. Wenn Ihr auch einmal mit uns mitfahren möchtet, sei es bei einem Event oder mal so, dann meldet Euch gerne beim adviva Handbike Team. Bis bald.
05.10.2025
Der Tübinger Erbe Lauf in Tübingen bietet nicht nur für Läuferinnen und Läufer, sondern auch für uns Handbiker ein besonderes Erlebnis.
Auf dem 3,3 Kilometer langen, aber auch technisch anspruchsvollen Kurs durch die Tübinger Innenstadt herrschte eine fantastische Stimmung und es machte einfach Spaß daran teilzunehmen. Zudem wurden wir Handbiker sehr liebevoll von Mitarbeitern der BG Klinik betreut. Ein großes DANKE an euch!
Leider war dieses Jahr Jürgen Döringer der einzige Teilnehmer des adViva Handbike Teams, was sich mit dem parallel stattfindenden Berlin Marathon erklären lässt. Trotzdem waren 25 Teilnehmer, auch einige mit Vorspannbikes, am Start.
Erwartungsgemäß gewann Johannes Hänle das Rennen vor Max Weber. Jürgen Döringer und Bernd Kohler kämpften um den 3. Platz. Bernd, der ein starkes Rennen fuhr, versuchte mehrfach, sich abzusetzen, was Jürgen mit letzten Kräften verhindern konnte. Letztendlich erkämpfte sich Jürgen beim Zielsprint Platz 3.
Kommendes Jahr wird das adviva Handbike Team mit einigen Starten wieder dabei sein.
28.09.2025
Bei traumhaftem Wetter gingen beim 51. BMW BERLIN-MARATHON geich vier Athleten des adViva -Teams an den Start: Kerstin, Julia, Anne und Daniel. Ein Dank gilt den Organisatoren, Volunteers, Sponsoren und allen Helfern, die mit ihrem Einsatz erneut für ein großartiges Event gesorgt haben.
Kerstin hatte einen rabenschwarzen Tag erwischt. Aufgrund einer Unachtsamkeit verpasste sie die richtige Ausfahrt in einem Kreisverkehr und fuhr wieder zurück – als ihr plötzlich Handbiker entgegenkamen, war klar, dass etwas nicht stimmte. Kerstin wendete und konnte sich für die nächsten Kilometer einer Gruppe mit vier Handbikern anschließen. Diese Gruppe musste sie ziehen lassen, als Schmerzen in der linken Schulter auftraten. Die restlichen 18 Kilometer war sie alleine unterwegs und im Ziel nicht zufrieden – mit dem Carbonbike hatte sie sich eine bessere Zeit als 01:37 h erhofft.
Julia ging es gesundheitlich leider nicht so gut, die Folge waren Krämpfe im Rennen, die es ihr unmöglich gemacht haben mit der schnellen Frauengruppe mitzuhalten. Gleich am Start hat sie zunächst den Anschluss verloren , konnte aber auf den ersten km wieder aufholen und bis ca km 17 in der Gruppe fahren. Dann musste sie abreißen lassen und das Rennen alleine zu Ende fahren.
Anne startete aus Reihe fünf und fand sich überraschend schnell in einer der vorderen Gruppen wieder. Nachdem ein Fahrer vor ihr aufgrund eines vermuteten Defekts abreißen lassen musste, verlor sie selbst den Anschluss und fuhr einige Kilometer allein. Schließlich konnte sie sich einer anderen Gruppe anschließen und gemeinsam Hand in Hand mit Katrin Möller die Ziellinie überqueren. Am Ende bedeutete das Platz 3 – zeitgleich mit der Zweitplatzierten – in 01:12:14 Stunden und zugleich eine neue persönliche Bestzeit.
Daniel konnte sich mit schnellen Armen und perfekter Vorbereitung bis Kilometer 30 in der Spitzengruppe halten. Danach folgte ein Solo-Zeitfahren, das mit der zweitschnellsten je in Berlin gefahrenen Zeit belohnt wurde. Für ihn war es das absolute Saisonhighlight – gekrönt vom 2. Platz in der Gesamtwertung in 00:59:16 Stunden. Eine wirklich grandiose Leistung!
28.09.2025
Der ebm-papst Marathon in Niedernhall bietet seit vielen Jahren die Bühne für inklusiven Sport und ist fester Treffpunkt der Handbike-Szene. Unter den 17 Teilnehmern am Wochenende waren vom adViva Handbike Team Anne Vosgerau, Daniel Ullmann, Waldemar Pidde und Jürgen Döringer mit dabei.
Schon kurz nach dem Start der 40 Kilometer langen Strecke setzten sich nicht unerwartet Daniel Ullmann und Johannes Hänle vom Feld ab und bauten ihren Vorsprung kontinuierlich aus. Nach einer Stunde überquerten beide zeitgleich die Ziellinie und wurden gemeinsam auf den ersten Platz gewertet. Daniel zeigte sich danach sehr begeistert von dem fairen Rennen und der abgerufenen Leistung.
Wie vor dem Rennen geplant, fuhren Anne und Jürgen gemeinsam das Rennen. Beide fanden sich nach dem 1. Anstieg in einer 5er-Gruppe wieder, die bis zum Ziel zusammen blieb. Im Zielsprint hatte Jürgen die Nase vorne und sicherte sich den 3. Platz in der H3. Anne zeigte eine beeindruckende Leistungssteigerung. Sie konnte ihre Zeit vom Vorjahr um knapp 10 Minuten verbessern.
Kommendes Wochenende geht es für Daniel und Anne zum Berlin Marathon. Mit den starken Leistungen von diesem Rennen dürften sich die beiden berechtigte Hoffnungen auf eine tolles Ergebnis in der Hauptstadt machen.
Auch Waldemar war mit seinem Rennen sehr zufrieden. In Markolf Neuske fand er einen Partner, mit dem er das Rennen gemeinsam bestreiten konnte.
Insgesamt war es ein erfolgreicher Wettkampftag für unser Team.
16.09.2025
Julia Dierkesmann von unserem Team startete bei den Weltmeisterschaften.
Das Zeitfahren ging über einen 11 km langen sehr abwechslungsreichen Kurs. Immer wieder leichte Steigungen und einige auch anspruchsvollere Kurven versprachen ein spannendes Rennen. Julia hat alles gegeben, ihre anvisierten Wattwerte deutlich übertroffen und war am Ende super zufrieden mit ihrer Leistung. Dass es am Ende „nur“ Platz 7 wurde, liegt auch an der Leistungsdichte im Starterfeld.
Wichtig war aber, dass sie sich die Nationalmannschaftskaderqualifikation erfahren hat trotz allen Widrigkeiten im letzten halben Jahr. Das 2 Tage später anstehende Straßenrennen sollte eine sehr große Herausforderung werden.
Start war in der Innenstadt auf einem kleinen, verwinkelten Sträßchen. Hier galt es, sich gleich eine gute Position einzufahren, um am folgenden 2,7km langen Bergstück mit Steigungen von über 8% vorne dabei zu sein.
Dies ist Julia leider nicht geglückt, durch eine ungeschickte Position in der Startaufstellung und ihrem Respekt auf dem engen, kuvigen Kurs hat sie schnell den Anschluss an die Führungsgruppe verloren. Durch maximalen Einsatz und gutes Pacing am Berg hat sie es geschafft, das Feld von hinten aufzuholen und einen Fahrer nach dem anderen einzuholen.
Am Ende auf der Zielgeraden hatte sie sich auf Platz 6 vorgefahren, musste sich aber auf den letzten Metern noch von einer Konkurrentin aus der Slowakei einholen lassen. Am Ende erneut ein zufriedenstellender Platz 7.
16.09.2025
Zum 4. Mal stand Julia Ende Juli beim Schauinslandkönig, einem Bergzeitfahren über 11 km und 880 Hm am Start. Bis zum letzten Moment war es nicht klar, ob Julia starten kann aufgrund ihres Unfalls, den sie im Mai hatte. Sie selbst ist zum Glück glimpflich davongekommen, allerdings hatte das neue Rennbike aus dem letzten Jahr einen Totalschaden.
Der Start dann mit dem alten Bike und einem deutlichen Trainingsrückstand, aber sehr motiviert und gesundheitlich zu 80% wiederhergestellt.
Julia ist sehr zufrieden mit ihrem Rennen, gut eingeteilt konnte sie am Ende einen fulminanten Schlusssprint hinlegen und fast die Zeit vom Vorjahr erreichen. Eine gute Generalprobe für die anstehenden Weltmeisterschaften.
Leider waren dieses Jahr, trotz 1200 Startern insgesamt, keine weiteren Handbiker am Start mit denen sich Julia hätte messen können.
16.09.2025
Im wunderschönen Berner Oberland fand das 5. Pararace & Roll-Event statt. Bereits am Samstag, den 16. August konnten sich Athleten der Special Olympics-Kategorie auf dem ehemaligen Militärflugplatz in Interlaken sportlich messen. Die sieben deutschen Teilnehmer wurden am Abend des 16. August zum "Samstag-Höck" mit einem leckeren Abendessen eingeladen. Eine sehr schöne Geste des Veranstalters, wir hatten nette Gespräche und konnten uns auch länger mit dem OK-Präsidenten des Vereins Pararace, Wali Hintermeister, unterhalten. Als Dankeschön wurde von den deutschen Startern ein kleiner Geschenkkorb mit badischen und schwäbischen Spezialitäten überreicht.
Am Sonntag wurde es für die Handbiker und Rennrollstuhlfahrer ernst. Auf einem Kurs, der teilweise mit einem neuen, schnellen Asphalt belegt war, hieß es als Erstes für die Handbiker, die 20 Runden á 2,1 km zu bewältigen. Das Rennen wurde um 10 Uhr als Kriterium gestartet, d.h. wenn der erste Handbiker das Ziel erreicht hat, ist für alles das Rennen mit Ablauf der laufenden Runde beendet. Der große Favorit war Fabian Recher aus der Schweiz, einer der aktuell weltbesten Handbiker in der H4. Auch bei deutschen Handbikern wird dieses Pararace-Event immer beliebter und ist eine willkommene Überbrückung der langen "Sommerpause", das adViva Handbike-Team war mit Jürgen Döringer und Kerstin Abele vertreten.
Nach einigen Warm-up Runden auf dem Rennkurs war Jürgen Döringer optimistisch - die Strecke schien wie für ihn gemacht. Die starken Schweizer Fahrer begannen das Rennen sehr schnell, Jürgen konnte das Tempo einige Runden mitgehen und musste dann abreißen lassen. Im weiteren Verlauf fand er sich mit der Weltcup-Fahrerin Sandra Fuhrer aus der Schweiz zusammen, beide wechselten sich bis zum Ende des Rennens regelmäßig in der Führungsarbeit ab und Jürgen beendete das Rennen mit einem 8. Platz, das war für ihn in Anbetracht der Rückstände nach vorne in Ordnung. Fabian Recher wurde seiner Favoritenrolle gerecht und durchfuhr nach 42,18 km das Ziel in 59,04 Minuten - eine Wahnsinnsleistung!
Für Kerstin war dieses Rennen ein erster Wettkampftest mit dem neuen Handbike. Sofort nach dem Start konnte sie sich in den Windschatten des nicht ganz fitten Bernd Kohler hängen. Bernd feuerte Kerstin unterwegs immer wieder an - fünf Runden konnte sie das Tempo mitgehen, dann brannten alle roten Lampen und sie musste Bernd ziehen lassen. Die restlichen neun Runden war Kerstin alleine unterwegs und konnte sich über den ersten Platz in der Klasse WH3 freuen.
Nach dem Rennen gab es bei Sonnenschein viele gute und nette Gespräche, bis um 15.15 Uhr die Siegerehrung stattfand. Es war wieder ein tolles Event und ein herzliches Dankeschön gilt dem Präsidenten des Pararace Vereins Wali Hintermeister mit seiner Frau Bea und den 35 ehrenamtlichen Helfern. Es war wieder eine schöne und herzliche Atmosphäre auf dem Flugplatz in Interlaken!
02.09.2025
Dieses Jahr haben wir keine offizielle Handbikewoche von der Manfred-Sauer-Stiftung, trotzdem trafen wir uns vom 03. bis 09. August zu einer freien Handbikewoche mit Freunden in Lobbach. Über die Jahre haben sich einige Freundschaften gebildet und in Gedanken an die tollen Wochen organisierten die Teilnehmer mit Unterstützung der Tourguides vom adViva Handbike Team ein phantastisches Erlebnis zwischen Odenwald und Kraichgau, zwischen Herbst und Sommer.
Am 03. August sahen wir uns gleich genötigt, den Start der Tour auf 14 Uhr zu verschieben. Erst dann sahen wir eine Möglichkeit, ohne kalten Regen loszufahren. Damit wurde die Tour zu einer unerwartet sportlichen Fahrt, die um einige Geländeeinlagen gekürzt werden musste. Wir fuhren über den Dilsberg hinunter nach Neckarsteinach und dann auf dem Radweg das Steinachtal hinauf nach Heiligkreuzsteinach. Dort ging es weiter das Eiterbachtal hoch bis zum Ende der Straße. Das Wetter schien stabil und wir fuhren über Maria Lichtenklingen durch den Wald zur Stiefelhütte, wo wir freundlich von Kuchen, Kaffee und Bier empfangen wurden. Nach kurzer Stärkung fuhren wir über Abtsteinach auf der ‚Hohen Straße‘ nach Hilsenhain und genossen den Ausblick in Rheinebene und Pfalz. Dann ging es rasant ins Tal nach Heiligkreuzsteinach und das Steinachtal hinunter. Jetzt noch ein kurzer Anstieg in die Stiftung und wir konnten das leckere Abendessen kaum noch abwarten.
Montag ereilte uns ein ähnliches Schicksal. Die längste Tour erwartete uns. 85 km zur Eisdiele nach Eppingen und zurück. Das war dann doch etwas anstrengend.
Dienstag planten wir noch einmal vorsichtig um den Regen herum. Wir fuhren etwas später los, sodass wir eine kleine „Mittagsregenpause“ in Ziegelhausen unter der Brücke einlegten. An der Rothsnasenhütte war der Blick auf Neckargemünd klasse, aber es lockte bei einsetzendem Regen eine Fahrt unter schützendem Blätterdach. In Wiesenbach gönnten wir uns noch ein super leckeres Eis, bevor es wieder in die Stiftung zurück ging.
Mittwoch dann der erste Anflug von Sommer. Wir beschlossen, in den Höllgrund zur Holzner Mühle zu fahren. Es ging rasant hinab zum Neckarhäuserhof und dann den Neckar entlang nach Eberbach. Dort nahmen wir noch Verstärkung ins Team auf und fuhren dann in den Höllgrund. Nach erfolgreicher Stärkung und Pommesdoping war auch der letzte Skeptiker umgestimmt: Wir wollten noch auf den Katzenbuckel. Gleich hinter der Mühle ging es erstmal wieder bergauf. Oben fuhren wir dann auf kürzestem Weg an der Wolfsschlucht vorbei nach Zwingenberg. Gerade wurden die letzten Bühnen der Festspiele abgebaut. Das Schloss ist immer einen Blick wert. Jetzt saß uns die Zeit im Nacken und wir fuhren rasch die Straße nach Neunkirchen hoch und über Schwanheim und Haag zurück nach Lobbach.
Donnerstag drohte schon heiß zu werden. Wir trafen uns bei der Garage des adViva Handbiketeams in Reichartshausen mit weiteren Mitgliedern des Teams. Dann ging es pünktlich los nach Obrigheim, weiter über den Neckar nach Deidesheim, Mosbach Richtung Lohrbach. Aufgehalten wurden wir nur an einer privaten Baustelle von abgestellten Autos, die den ganzen Weg von Böschung bis Zaun unpassierbar blockierten. Zwangspause.
Oberhalb von Neckargerach genossen wir die Aussicht auf Minneburg und das Neckartal, bevor wir im Café Haaf die Sonne bei gigantischem Kuchen genossen. Richtig Sommer.
Wir mussten dann doch los und fuhren nach Zwingenberg und dort über den Neckar. Diesmal nahmen wir auf der Höhe dann den Kosakenweg Richtung Reichartshausen durch den Wald, bevor wir am späten Nachmittag die Stiftung in Lobbach erreichten.
Freitag - ein heißer Sommertag kündigte sich an. Es war genau das richtige Wetter für eine Tour durch den Odenwald. Wir fuhren den direkten Weg nach Neckarsteinach, dann über die Steinklausenhütte und das Schauenbild zu den Windrädern am Greiner Eck. Am äußersten Ende der Fläche führt ein stark verblockter Weg zur Wolfsgrube. Es galt, sich Striemen zur Zier zu verdienen. Bis zum Eichköppel fuhren wir parallel zum Trail. Unser Zeitplan war heute doch etwas straff. Und wir mussten uns der afrikanischen Schweinepest stellen: Das Gatter auf dem Weg schien zuerst alle Planung zunichte zu machen. Aber Öffnen durch uns war vorgesehen und wir konnten weiter über den großen Adlerstein zum Wanderziel Schönbrunn. Bei Äbbelwoi, Vesper und Kuchen ließen wir es uns richtig gut gehen. Oben auf der Höhe war es noch nicht so heiß. Nach erholsamer Rast brachen wir zum Zollstock auf. Von da ab ging es durch den Wald und auf Wiesenwegen durch das anmutige Eiterbachtal. So, jetzt rasch auf der Straße nach Heiligkreuzsteinach und zurück zur Stiftung. Was für ein genialer Tag. So muss Sommer sein.
Am Samstag beendeten wir das Event mit einer Abschlussrunde nach Hirschhorn. Dort nahmen wir den Randweg der Neckarschleife mit Blick auf Ersheim. Leider ist das nicht mehr so wie gewohnt. Durch die Hangsicherungen hatten wir keinen Blick mehr. Erst am Ende öffnete sich uns wieder das gewohnte Szenario mit grandiosem Blick und Gefühl. Der Weg, der dann folgte, forderte uns unerwartet und hart. Nach ca. 2 Jahren ohne Radler und Wanderer ging es durch das Gebüsch. Der Weg war bis auf einen Fußbreit zugewachsen. Zecken ahoi… Seufz.
Raus aus den Büschen fanden wir, dass wir uns einen Frozen Yoghurt in Jabers Garten in Neckarsteinach verdient haben. Was ein Genuss. Über Wiesenbach und Dilsbergerhof ging es wieder zurück in die Stiftung. Mit Eiskaffee und alkoholfreiem Rhabarberweizen beendeten wir höchst zufrieden die Handbikewoche. Wir waren im gefühlten Herbst gestartet und sind glücklich im Sommer angekommen. Genial.
19.08.2025
Bei schönstem Wetter fuhren wir am Samstag 05. Juli zum Bräuwirt nach Kirchberg in Tirol. Nach großem Hallo verstauten wir die Räder im Skikeller und trafen uns zum gemeinsamen Abendessen und der Tourplanung für den Sonntag.
Am Sonntag ging es nach einem zeitigen Frühstück schon um 9 Uhr los. Wir wollten auf die Streif und zu den Speicherseen dort oben, den Ausblick genießen. Die Wetterprognose für den Tag hatte für 14 Uhr Regen angekündigt. Ein kurzer Blick auf den Schwarzsee, dann ging es ab Kitzbühel mit neuen Bikes zügig zu Berg. Noch verwöhnte uns die Sonne mit schönen Blicken auf das Kitzbüheler Horn und das Kaisergebirge mit dem Wilden Kaiser. Der Anstieg war steil und sehr anstrengend - eine richtige Herausforderung zur Eingewöhnung in die neuen Bikes. Nach kurzer Rast an der Seidlalm ging es wieder zu Tal. Gegen Mittag gönnten wir uns noch einen Kaffee in Kirchberg beim Bechlwirt (auf dem Marktplatz), bevor wir noch einen Abstecher zum Wasserfall in Aschau unternahmen. Ein wunderschöner kurzer Abstecher. Pünktlich um 14 Uhr am Hotel zurück, verstauten wir die Bikes, bevor gegen 14:15 ein Gewitter mit leichtem Hagel einsetzte. Punktlandung.
Am Montag starteten wir etwas später, die Wetterprognose sah ähnlich aus. Aber es war noch sehr nass vom Regen der Nacht. Die Tour führte uns zuerst ziemlich flach über Oberndorf nach Ellmau zum Bergdoktorhaus. Uff, da war richtig was los. Dann auf über die Berge rüber nach Brixen im Thale, von wo aus wir wieder nach Kirchberg zurückkehrten. Und wieder setzte am Nachmittag der Regen ein. Aber wir hatten eine wunderschöne Tour mit vielen schönen Aussichten gemacht.
Der Dienstag war für die meisten ein Pausentag. Es regnete den ganzen Tag. Ein Teil des Teams nutzte die Gelegenheit und fuhr zur Firma Alois Praschberger in Kufstein (einem bekannten Hersteller der meisten unserer Bikes, um bei den neuen Bikes noch individuelle Optimierungen vorzunehmen). Ein paar Unentwegte nutzten die Gelegenheit für eine gemeinsame Dusche mit ihren Bikes. Das Vergnügen wurde etwas durch die lausigen 13° C Höchsttemperatur eingeschränkt. Brrrr.
Leider verließ uns am Mittwoch unsere Racing Queen Kerstin in Richtung Heimat, um sich auf ein Straßenrennen am Sonntag vorzubereiten. Kerstin, wir drücken Dir die Daumen. Mittwoch gestaltete sich die Wetterprognose sehr interpretationsoffen. Also machten wir uns auf den Weg zum Kitzbüheler Horn. Die Temperaturen unterschieden sich kaum vom Vortag, so wärmte uns nur die eigene Anstrengung beim steilen Anstieg auf der asphaltierten Straße. Da das Kitzbüheler Horn vollständig von Wolken umgeben war, entschlossen wir uns zum Speichersee am Hornköpfl zu fahren. Jetzt ergatterten wir auch tatsächlich ein paar Sonnenstrahlen. Da es sich zuzog, zogen wir rasch noch Regenjacken an und stürzten uns auf dem gleichen Weg zurück ins Tal. Kaum im Flachen angekommen, erwischte uns ein Schauer mit seiner nassen Fracht. Auf einem Gehöft fanden wir etwas Schutz, bis der Regen nachließ. Wir wollten nur noch zurück nach Kirchberg ins Hotel Bräuwirt und uns an heißen Getränken wärmen.
Das Wetter schien jetzt Erbarmen mit uns zu haben und die Aussichten für Donnerstag waren gar nicht so schlecht. Also planten wir eine „Flachetappe“ durch das Brixental runter und wieder nach Ellmau zu einer Lehrfahrt in Sachen Bergdoktor. Wir fuhren etwas später los und kamen auch recht flott auf schönen Radwegen gut voran. Doch dann ging es einen unverschämt steilen Anstieg nach Itter hinauf. Die Motoren kamen nicht an ihre Grenzen, aber die Handbikes hingen mangels Traktion auf gesplittetem Weg an der steilsten Stelle kurz vor Itter. Unsere Begleiterinnen und Begleiter hatten nun schwer zu leiden. Das Anschieben gestaltete sich als unerwartete Schwerstarbeit. Alle Achtung und unser aller Dank für euren harten Einsatz.
Bei angenehmem Wetter erreichten wir Ellmau. Unser Guide wandte vorsichtig ein, dass es zum Gruberhof ein steiler Anstieg sein könnte, aber wir wollten alle zum Bergdoktorhaus pilgern. Also hinauf. Oben angekommen war ganz schön viel Betrieb. Für die wahren Fans ein Genuss, für die anderen eine tolle Aussicht. Bei unerwartet gutem Wetter machten wir dann noch einen kurzen Stopp beim Gasthof Wilder Kaiser bzw. der Bergdoktorkneipe. Dann kehrten wir nach Kirchberg zurück. Bei einem Kaffee auf dem Dorfplatz wunderten wir uns, dass das Wetter so gut gehalten hat und schauten interessiert zu, wie im dritten OG ein Fliegengitter angebracht wurde. Es ging alles gut, wir waren zurück.
Freitag wollte Schauerwetter uns verabschieden. Eine Gruppe ging unbeeindruckt von dicken Wolken über Kitzbühel auf Tour. Wir fuhren einfach in die andere Richtung nach Brixen im Thale und Westendorf. Dank geschickter Schwarzwälder Navigation fuhren wir die Windauer Ache entlang das Tal hinauf bis fast zur Rotwand-Alm. Fast, weil uns zwischenzeitlich doch ordentlich Regenschauer beglückt hatten und wir wieder steil hinunter mussten. Da trauten wir dem Untergrund eher nicht und fürchteten, dass uns Traktionsprobleme den steilen Weg hinauf sehr erschweren würden. Die sichere Variante erlaubte uns so eine entspannte und leicht kühle Fahrt wieder ins Tal. Diesmal hatten wir kaum noch einen Blick für die schönen Berge, Natur und die Wasserfälle. Es war kalt und regnerisch. Am Talausgang hellte sich das Wetter jedoch auf und wir kamen wieder beinahe trocken in Kirchberg an. Am Nachmittag brach noch eine zweite Gruppe bei schönem Wetter in Richtung Aschau und Labalm auf. Bei besseren Temperaturen ereilte auch diese Gruppe das Los eines Schauers auf der Tour. Beim gemeinsamen Abschlussabendessen genossen wir somit alle als Nachtisch den wohlverdienten Kaiserschmarrn im Bräuwirt.
Eine großartige Woche ging damit zu Ende und Samstag stand die Abreise an. Nochmal einen herzlichen Dank an das Team vom Hotel Bräuwirt, das Organisationsteam und die Helferinnen und Helfer. Ohne Euren Einsatz wäre die Woche nicht möglich gewesen. Vielen Dank.
20.07.2025
Zum ersten Mal wurde die Deutsche Meisterschaft im Einzelzeitfahren in Leerstetten um das Paracycling erweitert. Der RC Herpersdorf 1919 e.V. übernahm die
Ausrichtung und sorgte mit großem Einsatz für eine gelungene Premiere.
Die knapp 20 Kilometer lange Strecke bot bei warmem Sommerwetter schattige Waldpassagen und zwei technisch fordernde 180-Grad-Wenden – insgesamt eine rundum ideale
Zeitfahrstrecke. Der Veranstalter zeigte sich besonders offen im Umgang mit Feedback: kleinere Herausforderungen wurden entweder direkt gelöst oder für
kommende Veranstaltungen aufgenommen. Für diese Haltung gebührt dem RC Herpersdorf großer Dank!
Für das AdViva-Handbike-Team gingen Kerstin, Daniel und Anne an den Start:
Kerstin zeigte trotz gesundheitlicher Einschränkungen eine kämpferische Leistung und durfte sich am Ende über den Titel der Deutschen Vizemeisterin
freuen.
Daniel überzeugte mit einer fokussierten Fahrt und sicherte sich ebenfalls den Titel des Deutschen Vizemeisters – trotz eines engen Zeitplans, denn direkt nach dem
Rennen musste er zum Flieger nach Polen, um dort sein neues Handbike abzuholen.
Anne konnte mit ihrem Rennen sehr zufrieden sein und wurde Deutsche Meisterin im Einzelzeitfahren. Herzlichen Glückwunsch Anne!
Das Team hofft, dass sich im kommenden Jahr wieder mehr Handbikerinnen und Handbiker für die Deutsche Meisterschaft anmelden – es wäre schön, wenn die Startfelder
wieder wachsen.
19.07.2025
Schon Tage vor der Deutschen Meisterschaft Para-Radsport Straße war klar, dass es ein heißes Rennen werden würde – und das nicht nur wegen des Rennverlaufs. 30 Grad und mehr waren vorhergesagt, vom adViva Handbiketeam standen Anne Vosgerau, Kerstin Abele und Daniel Ulmann in der Mittagshitze um 12.20 Uhr an der Startlinie.
Auf dem rechteckigen, 1,6 Kilometer langen Kurs waren 24 Runden zu fahren. Besonders herausfordernd war eine längere Steigung, die mit mehreren Passagen Kopfsteinpflaster gespickt war. In jeder Runde war das eine kräftezehrende Bremse – zum Glück gab es gerade auf diesem Streckenabschnitt ein bisschen Schatten durch Bäume am Straßenrand.
Trotz der heißen Temperaturen hatten sich einige Zuschauer entlang der Strecke eingefunden, die die Teilnehmenden mit viel Engagement und Applaus unterstützten – eine willkommene Motivation bei den schwierigen Bedingungen
Daniel fuhr ca. die Hälfte des Rennens mit Johannes Hänle, dann konnte er das hohe Tempo nicht mehr halten und musste abreißen lassen. Den Rest des Rennens kämpfte er sich alleine durch und am Ende stand der zweite Platz und somit die deutsche Vizemeisterschaft zu Buche – herzlichen Glückwunsch!
Etwas holprig war es für Anne vor dem Start: etwa zehn Minuten vorher riss das Gegenstück der Madenschraube, mit der der Bremszug befestigt ist. Dadurch war die Bremse zunächst komplett funktionslos. Zum Glück konnte sie mit Daniels Unterstützung den Zug noch schnell in die Feststellbremse umbauen, sodass sie doch noch starten konnte. Das war natürlich eine zusätzliche Aufregung bei ihrer ersten Deutschen Meisterschaft. Aber das konnte sie gut kompensieren und fuhr ein tolles Rennen. Anne verlor auf Olympiasiegerin und Weltmeistern Annika Zeyen-Giles nur eine Runde – eine tolle Leistung! Und so war nach der Hektik vor dem Start die Freude über die Deutsche Vizemeisterschaft umso größer!
Kerstin war trotz Rückstand einigermaßen zufrieden mit dem Rennen. Nach einem grippalen Infekt stand ihr Start bis zum Schluss auf der Kippe – sie wurde mit dem dritten Rang für den Mut, einen Start zu wagen, belohnt.
Besonders schön war auch, dass nach dem Rennen ein nahegelegener Pizzaladen geöffnet hatte, bei dem sich viele Athletinnen und Athleten mit einer wohlverdienten Pizza stärken konnten. Solche kleinen Momente tragen viel zur Gemeinschaft und dem Spaß am Wettkampf bei und die Wartezeit bis zur Siegerehrung konnte damit überbrückt werden.
Bei der Siegerehrung standen nicht für alle Erstplatzierten Meistertrikots zur Verfügung, die Trikots mussten zwischen den Athleten für die Siegerehrung ausgetauscht werden – dies ist einer Deutschen Meisterschaft nicht würdig! Auch gab es keine Urkunden für die ersten drei in jeder Klasse.
Sehr enttäuschend war die geringe Starterzahl in allen Klassen. Ein Grund könnte die Zusammenlegung der Startklassen sein, ein weiterer teilweise hohe Hürden bei der Klassifizierung. Auch die Notwendigkeit einer UCI-Lizenz für einen Start bei der DM ist nicht Jedermanns Sache.
Am 13. Juli ist die Deutsche Meisterschaft im Zeitfahren in Leerstetten, hoffentlich ist die Anzahl der Starter bei diesem Rennen größer. Für nächstes Jahr wird vom DBS angestrebt, dass die DM Straße und DM Zeitfahren wieder an einem Wochenende stattfinden. Das würde auf jeden Fall Zeit und Kosten für die Sportler sparen und hoffentlich sind dadurch auch die Starterfelder wieder größer.
07.07.2025
Am Sonntag fand man sich noch zu einer abschließenden Genussrunde zusammen. Rund um den Dilsberg genossen wir die Aussichten auf die schönste Schleife des Neckartals und in den Kraichgau. Nach einer entspannten Fahrt ins Tal besuchten wir den Bauernmarkt am Neckarlauer in Neckarsteinach, wo wir uns danach bei einem Frozen Yoghurt einen leckeren Abschluss des wunderschönen Wochenendes gönnten. Den knackigen Anstieg wieder hoch in die Manfred-Sauer-Stiftung meisterten wir mit leichtem Zusatzgewicht gerade noch bevor der Regen einsetzte.
07.06.2025
Am dritten Tag stand die Highlight-Tour zum Königstuhl an. Mit Traumwetter und Traumaussicht wurden wir belohnt. Wer wollte, konnte sein Können bei Trailfahrten überprüfen. Zum Ende der Tour gab es Leckeres vom Grill oder Kaffee direkt am Neckar an einem Campingplatz.
07.06.2025
Bei unserer zweiten Tour des Wochenendes ging es in den Neckar-Odenwald-Bereich. Über einen alten Bahntunnel und am Neckar entlang durchquerten wir Weinberge und rasteten bei Sonnenschein an einem Café. Danach ging es über Wald und Stein wieder zurück nach Lobbach.
02.06.2025
Zum langen Wochenende am und um den Vatertag herum trafen sich zehn Handbiker.
Das adviva Handbike Team hat dabei die Tourenplanung übernommen. Am ersten Tag ging es Richtung Darsberg zu den Windrädern. In der Nähe vom Waldkindergarten hat
Jasmin dann eine Kaffeepause für die Gruppe organisiert, anschließend ging es aufgrund des nicht ganz so stabilen Wetters zurück mit der Fähre über den Neckar.
01.06.2025
Weltcup-Zeit für unsere Teammitglieder Daniel Ulmann und Julia Dierkesmann! Endlich ging es Ende April nach Belgien, um in Oostende und Brügge die ersten
Weltcup-Rennen der Saison zu bestreiten. Bei herrlichem Sonnenschein stand am Donnerstag in Oostende zunächst das Zeitfahren über 21 Kilometer auf dem Programm.
Als die Uhr nach 36 Minuten stoppte, war Daniel mit seiner Leistung nicht ganz zufrieden. Der starke Gegenwind und die fehlende Aerodynamik auf der vier Kilometer
langen Zielgeraden verhinderten wohl ein besseres Ergebnis. Trotzdem konnte er seine Platzierung im Vergleich zum Vorjahr leicht verbessern.
Julia hatte aufgrund gesundheitlicher Probleme etwas Schwierigkeiten, ins Rennen zu kommen, erfuhr mit Platz 5 aber die Qualifikation für die Weltmeisterschaft. Der
Abstand zur Spitze war nur sehr gering, weshalb sie dennoch mit dem Rennen zufrieden sein konnte.
Zwei Tage später folgte das Straßenrennen in Brügge. Es war ein sehr schnelles und leider auch aggressives Rennen, welches von zwei unnötigen Unfällen, die
glücklicherweise glimpflich endeten, überschattet wurde. Hier gelang es Daniel, lange in der Verfolgergruppe mitzufahren und er beendete das Rennen auf einem guten 18. Platz. Julia konnte das
komplette Rennen in wechselnden Positionen in der Führungsgruppe mitfahren. Letztlich erreichte sie erneut einen respektablen 5. Platz mit nur 5 Sekunden Rückstand auf Platz 1.
Nur zwei Wochen später stand bereits der zweite und letzte Weltcup dieses Jahres in Maniago, Italien, auf dem Plan. Am Donnerstag starteten die Handbiker mit einem
Zeitfahren über 14 Kilometer, aufgeteilt in zwei Runden à 7 Kilometer. Im Höhenprofil war es ein sehr anspruchsvoller Kurs. Auch hier konnte Daniel sich gegenüber dem Vorjahr verbessern. Julia
kam ebenfalls gut rein, jedoch wurde sie einmal von einem Ordner "fehlgeleitet" und verlor daher wichtige Zeit.
Drei Tage später fand das Straßenrennen durch die historische Altstadt von Maniago statt. Über rund 60 Kilometer und sieben Runden ging es durch enge Gassen und
winklige Kurven. Lange konnte Daniel mit der Führungsgruppe mithalten, musste in der letzten Runde jedoch abreißen lassen. Trotzdem konnte er den letzten Weltcup mit einem für sich sehr guten
elften Platz abschließen. Julia konnte leider nicht an der Spitzengruppe dranbleiben. Ab der zweiten Runde quälte sie sich bereits mit Krämpfen, hielt aber bis zum Schluss durch.
Zum Rennen sind 4 Teammitglieder angereist. Dabei hatte Anne von Kiel nach Stuttgart die längste Anreise - Respekt für diesen Aufwand!
Trotz des regnerischen Wetters war die Stimmung gut und alle standen rechtzeitig vor dem Start. Nach kurzem Aufwärmen und mit kleiner Verzögerung starteten wir in das Rennen.
Neue Streckenführung und nasse Straßen verlangten von uns volle Konzentration und angepasste
Geschwindigkeit. Mit Spritzern in Augen sind zahlreiche Kurven nicht gleich zu erkennen gewesen und die
Streckenposten haben leider auch nicht immer aktiv die Richtungen angezeigt.
Kerstin ist leider nicht ganz zufrieden mit ihrem Tempo gewesen. Sie ist konzentriert durchgefahren und wurde mit dem dritten Platz der Frauenwertung belohnt.
Anne hat mit Waldemar zusammen und einem weiteren Fahrer eine Gruppe gebildet und durch Wechsel in der
Führungsarbeit konnte ein gutes Tempo gehalten werden.
Kurz vor dem Ziel fuhr Anne über eine Schwelle, wo ihr der vordere Reifen platzte und sie daher die letzten paar hundert
Meter mit einem Platten ins Ziel rollen musste.
Sie gewann trotzdem das Rennen der Frauenkonkurrenz mit gutem Abstand und wurde nach dem Rennen nicht alleine gelassen.
Zahlreiche Helfer aus der NHC Szene kamen zu Hilfe, Herzlichen Dank an alle Beteiligten an dieser Stelle!
Für Waldemar lief das Rennen gut und er beendete das Rennen als Fünfter und in der MH4-Klasse als Zweiter. Die Tatsache, dass sein Transponder nicht funktioniert hat, war dann auch nicht so schlimm.
Unser schnellster Mann - Daniel - konnte sich direkt nach dem Start mit einem weiteren Fahrer
absetzen. Das Tempo von dem Gesamtsieger konnte er aber ab der Hälfte der Distanz nicht mehr mithalten und fuhr
zum verdienten zweiten Platz.
Insgesamt konnte unser Team sich gut zeigen und wir bedanken uns sehr für die Organisation dieser Veranstaltung und auch bei
den NHC Verantwortlichen und Sponsoren für die Unterstützung und die Mühe, den Handbikesport attraktiv zu gestalten.
29.05.2025
Ein überschaubares Teilnehmerfeld traf sich im Süden Deutschlands zum 2. NHC-Rennen der Saison 2025 bei "Rad & Roll". Mit dem um 45 Minuten verspäteten Startschuss zeigte sich strahlender Sonnenschein in Ettenkirch, einem Teilort von Friedrichshafen. Allerdings wollte auch der Wind ein Wörtchen mitreden, er blies den Handbikern teilweise sehr heftig entgegen. Zu fahren waren 45 Minuten + eine Runde, die Rundenlänge betrug 1,3 Kilometer.
adViva Teammitglied Kerstin Abele fuhr die ersten zwei Runden mit H2 Mann Torsten Schiller zusammen, dann musste Torsten abreißen lassen und Kerstin fuhr die restlichen 10 Runden alleine. Wie jedes Jahr hatte Kerstin Mühe an der langen Steigung Richtung Ziel, gefühlt wurde der Berg jede Runde steiler. Im Ziel war sie aber zufrieden mit den gefahrenen 12 Runden und einer leichten Verbesserung gegenüber dem letzten Jahr.
Die Siegerehrung fand anschließend in der Ludwig-Roos-Halle statt und die Sportler konnten sich dort noch mit Kuchen stärken.
Da Teamkollegin Anne Vosgerau in Ettenkirch leider nicht am Start sein konnte, ging das gelbe Trikot der NHC-Wertung von Anne an Kerstin über.
Herzlichen Dank an Jana Sohm und Kurt Lippert, beide hatten das Rennen in dieser landschaftlichen schönen Gegend inmitten Obstplantagen wieder super organisiert!
Fotos von Brigitte Neuske
27.05.2025
Am Wochenende waren Ralf und unser adViva Handbiketeamchef Torsten auf der Rehab Messe in Karlsruhe zu Besuch bei der Firma Alois Praschberger.
Es wurden die letzten Details für unsere drei neuen Ibex Handbikes besprochen, die wir bei Stefan Praschberger bestellt haben.
Mit großer Vorfreude erwarten wir die Bikes im Juli zu unserem Trainingslager in Österreich.
26.05.2025
Ältere Nachrichten befinden sich im Archiv